Dissertationspreis Adlershof

Drei Nominierte. Drei Vorträge.
Wer sein Thema am besten auf den Punkt bringt, gewinnt den mit 3.000 Euro dotierten Dissertationspreis Adlershof.

Am Donnerstag, 17.2.2022 präsentieren drei Nachwuchsforschende das Thema ihrer Dissertation. Folgen Sie der Verleihung per Livestream!

PROGRAMM:

Begrüßung

  • Prof. Dr. Christoph Schneider, Vizepräsident für Forschung, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Prof. Dr. Ulrich Panne, Sprecher IGAFA, Präsident Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
  • Roland Sillmann, Geschäftsführer WISTA Management GmbH

Moderation

  • Dr. Peter Strunk, WISTA Management GmbH

Kurzvorträge der Nominierten

Thermoelektrika – Elektronen unterwegs im holprigen Gelände

Dr. Maria Troppenz
promoviert bei Prof. Dr. Dr. h.c. Claudia Draxl, Institut für Physik, Humboldt-Universität zu Berlin
Im Rahmen ihrer Dissertation entwickelte Dr. Maria Troppenz Methoden für den Elektronentrans­port im Festkörper, welche sich auch auf Materialsysteme mit atomarer Unordnung anwenden lassen. Im Fokus ihrer Untersuchungen standen neuartige komplexe Thermoelektrika, die vielver­sprechende Kandidaten für eine effiziente Erzeugung von Elektrizität aus Wärme sind.

Warum ultraviolette Leuchtdioden heute noch altern (und morgen nicht mehr)
Dr. Jan Ruschel
promoviert bei Prof. Dr. Michael Kneissl, Ferdinand-Braun-Institut gGmbH und Technische Universität Berlin
Ultraviolettes Licht kann Bakterien und Viren unschädlich machen. Neuartige UV-Leuchtdioden (UV-LEDs) könnten deshalb gut vor antibiotikaresistenten Bakterien oder Viren schützen, würden sie nicht im Betrieb altern. In seiner Doktorarbeit erforschte Dr. Jan Ruschel die physikalischen Ursachen der Alterungsprozesse und fand Wege, die Lebensdauer erheblich zu verlängern, wo­durch der breite Einsatz von UV-LEDs ermöglicht wird.

Tandemsolarzellen für die Energiewende – Kein Sandwich liefert mehr Energie

Dr. Amran AI-Ashouri
promoviert bei Prof. Dr. Steve Albrecht, Helmholtz-Zentrum für Materialien und Energie und Technische Universität Berlin
Die Sonne schenkt uns weitaus mehr Energie als wir verbrauchen. Jedoch nutzen wir sie bisher nicht effizient genug. Eine neue Generation von Solarzellen bestehend aus hauchdünnen Perow­skit-Schichten und herkömmlichen Materialien wie Silizium kann die Effizienz steigern und die Anwendungsgebiete ausweiten. Durch die Entwicklung neuer organischer Kontaktschichten und die Feinabstimmung der elektrischen Grenzflächen konnte Dr. Amran AI-Ashouri hocheffiziente Tandemsolarzellen realisieren, die durch ihren geringen Ressourcen- und Kostenaufwand die Energiewende beschleunigen könnten.

Jurysitzung mit anschließender Preisverleihung

Kontakt:
Petra Franz
Büro des Vizepräsidenten für Forschung
Humboldt-Universität zu Berlin
Tel.: +49 30 2093-1437
petra.franz@uv.hu-berlin.de

Sanela Schlößer
Wissenschaftsbüro
IGAFA e.V.
Tel.: +49 30 6392-3669
igafa@igafa.de

Cindy Böhme
Unternehmensprecherin WISTA Management GmbH
Tel.: +49 30 6392  2191
cindy.boehme@wista.de

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Über den Dissertationspreis Adlershof

Seit 2002 vergeben Humboldt-Universität zu Berlin, WISTA Management GmbH und IGAFA jährlich den Dissertationspreis Adlershof, mit dem NachwuchsforscherInnen für hervorragende wissenschaftliche Leistungen im Rahmen einer in Adlershof angefertigten Dissertation ausgezeichnet werden.

Berücksichtigt werden Dissertationen, die in den vergangenen 18 Monaten mit einem Prädikat von mindestens »sehr gut« (magna cum laude) abgeschlossen wurden. Drei Nominierte stellen dazu in allgemeinverständlichen Kurzvorträgen das Thema ihrer Arbeit vor, die im Anschluss nach Forschungs- und Präsentationsleistungen bewertet und ausgezeichnet werden.
Anträge können in der Regel bis 01. November eines jeden Jahres formlos beim Wissenschaftsbüro der IGAFA unter igafa@igafa.de eingereicht werden (Richtlinien).

Für die Nominierung erhalten die Teilnehmenden eine Prämie von 1.000 Euro, die beste Leistung beim Dissertationspreis wird mit 3.000 Euro belohnt.
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Am Dienstag, 4. Mai 2021 wurde der Dissertationspreis Adlershof für 2020 verliehen.
Es präsentierten folgende Nachwuchsforschende das Thema ihrer Dissertation:

Energieeffiziente Sendeverstärker für Mobilfunk-Basisstationen
Dr.-Ing. Florian Hühn
promoviert bei Prof. Dr. Wolfgang Heinrich, Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik und Technische Universität Berlin

Mobilfunk-Basisstationen haben einen wesentlichen Anteil am weltweiten Energieverbrauch. Im Rahmen seiner Doktorarbeit entwickelte Dr. Florian Hühn digitale Sendeverstärker, die diesen Energiebedarf erheblich verringern können. Die Verstärker lassen sich flexibel auf künftige Entwicklungen anpassen, etwa für Anforderungen moderner Mobilfunkstandards wie 5G und 6G.

Nichtlineare optische Prozesse mit Nanopartikeln verstärken
Dr. rer. nat. Fani Madzharova
promoviert bei Prof. Dr. Janina Kneipp, Institut für Chemie, Humboldt-Universität zu Berlin

Dr. Fani Madzharova untersuchte in ihrer Dissertation, inwieweit sich schwache nichtlineare optische Prozesse mithilfe von Nanopartikeln verstärken lassen, um ihren Einsatz in der Spektroskopie zu ermöglichen. Sie entwickelte multifunktionelle Nanomaterialien, welche verschiedene optische Effekte verstärken, und zeigte das Potential der Mehrphotonen-Spektroskopie für mikroskopische Untersuchungen von lebenden Zellen.

Konflikte am Arbeitsplatz – Wann und warum belasten sie uns und was kann man dagegen tun?
Dr. rer. nat. Heidi Mauersberger
promoviert bei Prof. Dr. Ursula Hess, Institut für Psychologie, Humboldt-Universität zu Berlin

Konflikte am Arbeitsplatz sind allgegenwärtig, stark beeinträchtigend und dennoch bisher nicht ausreichend erforscht. Dr. Heidi Mauersberger hat Arbeitskonflikte in einem kontrollierten Laborsetting sowie mithilfe eines Tagebuchdesigns untersucht. Ihre Dissertation leistet einen Beitrag zum besseren Verständnis der komplexen Wirkweisen von Konflikten am Arbeitsplatz und zeigt Möglichkeiten auf, wie negative Konfliktkonsequenzen abgeschwächt werden können.

Gewinnerin des Dissertationspreises Adlershof für 2020 ist: Dr. rer. nat. Fani Madzharova! 

Der Dissertationspreis Adlershof für 2019 wurde am Mittwoch, 12. Februar 2020 ab 15:00 Uhr zum 17. Mal verliehen.
Es präsentierten folgende Nominierte im Erwin Schrödinger-Zentrum:

  • „Tanz der Moleküle: Herkunftsbestimmung mittels optischer Spektroskopie“
    Dr. Carlos Abad Andrade
    promoviert bei Prof. Dr. Ulrich Panne, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Graduate School SALSA, Humboldt-Universität zu Berlin
    Kann man das grundlegende physikalische Prinzip der Isotopieverschiebung mit einem Optik-Instrument für die Herkunftsbestimmung nutzen? Dr. Carlos Abad Andrade hat eine wegweisende Methode entwickelt, die es in Zukunft ermöglicht, die Herkunft von Rohstoffen, Lebensmitteln oder Umweltschadstoffen kostengünstiger und wesentlich schneller zu bestimmen als dies mit bisherigen Techniken möglich ist.
  • „Verdrängungsprozesse auf angespannten Wohnungsmärkten – das Beispiel Berlin“
    Dr. Fabian Beran
    promoviert bei Prof. Dr. Henning Nuissl, Geographisches Institut, Humboldt-Universität zu Berlin
    Angesichts der angespannten Wohnungsmärkte in Großstädten steht die Frage nach der Verdrängung von Mietern weit oben auf der Agenda aktueller stadt- und wohnungspolitischer Debatten. Mit einer repräsentativen Befragung von Umzüglern aus Berliner Innenstadtbezirken gelang es Dr. Fabian Beran in seiner Dissertation, das Ausmaß der Verdrängung von Mietern zu quantifizieren, die Wohnstandortentscheidungen von Verdrängten zu beleuchten und die Folgen für die Betroffenen zu untersuchen.
  • „Gedankenlesen für Anfänger (und Computer): Was der Gesichtsausdruck über Empathie verrät“
    Dr. Hanna Drimalla
    promoviert bei Prof. Dr. Isabel Dziobek, Institut für Psychologie, Graduate School Mind & Brain, Humboldt-Universität zu Berlin
    Dr. Hanna Drimalla untersuchte in ihrer Dissertation mit computerbasierten Methoden, wie sich das Nachahmen von Gesichtsausdrücken (Mimikry) auf Empathie auswirkt. Sie zeigt, dass das Spiegeln von Gesichtsausdrücken beeinflusst, wie wir Emotionen erkennen und mitfühlen. Zudem erfasste sie die veränderte Mimikry von Menschen im Autismus-Spektrum und das daraus resultierende Potential für Diagnostik und Interventionen.

Gewinnerin des Dissertationspreises für 2019 ist Frau Dr. Hanna Drimalla. Herzlichen Glückwunsch!

(Foto: IGAFA/Matthias Brandt)


Gewinner des Dissertationspreises für 2018 ist Herr Dr. Dipl.-Psych. Martin Maier, der mit seiner Arbeit die Wirkung von Sprache und Wissen auf frühe Stufen der visuellen Reizverarbeitung im Gehirn demonstriert und nachweist, dass es sogar von unserer Muttersprache abhängen kann, ob wir einen Reiz bewusst wahrnehmen. Er fertigte seine Dissertation am Institut für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin in der Arbeitsgruppe Neurokognitive Psychologie an.


Dissertationspreis Adlershof: Übersicht Gewinnerinnen und Gewinner seit 2002