Dr. Ana Sofia Freire Anselmo (rechts) ist Referentin für Internationales, Silvia Zerbe (links) ist stellvertretende Abteilungsleiterin Abteilung Kommunikation, zuständig für Interne Kommunikation, am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB). Beide sind zudem Diversity-Beauftragte des Instituts.
Foto: WISTA Management GmbH/T. Merkau
Dr. Ana Sofia Freire Anselmo und Silvia Zerbe
Berliner Eigengewächs oder hierher umgetopft?
(Ana) Umgetopft. Ich komme aus einer kleinen Stadt in der Nähe von Lissabon (Portugal). Inzwischen habe ich einen Meilenstein erreicht: Letztes Jahr habe ich das erste zweistellige Jubiläum meiner Ankunft hier gefeiert!
(Silvia) Auch umgetopft. Ich bin für mein Studium nach Berlin gekommen und lebe hier mittlerweile länger als in meiner Geburtsstadt Dresden.
Was wollten Sie als Kind beruflich machen?
(Ana) Bibliothekarin. Ich dachte, so könnte ich die ganze Zeit lesen und hätte alle Bücher, die je geschrieben wurden, zur Auswahl.
(Silvia) Kinderärztin
Was machen Sie heute wirklich?
(Ana) Ich habe in Lissabon Chemie studiert und anschließend in Schweden in Materialwissenschaften promoviert. Beim HZB habe ich schon verschiedene Aufgaben übernommen: Ich habe als Postdoc angefangen, war dann in der Nutzerkoordination tätig und kümmere mich nun um Internationales. Das ist ein sehr breites Themengebiet. Ich konzentriere mich darauf, neue Kooperationen zu fördern, unser internationales Netzwerk auszubauen und Kolleg*innen aus aller Welt zu unterstützen. Das passt sehr gut zu unserer Arbeit als Diversity-Beauftragte. Gemeinsam fördern wir ein offenes, inklusives und dynamisches Umfeld am HZB. Als internationales Forschungszentrum profitieren wir stark von den verschiedenen Perspektiven unserer Mitarbeitenden.
(Silvia) Ich habe Kommunikations- und Politikwissenschaften studiert, danach als freie Journalistin gearbeitet und bin dann an das Helmholtz-Zentrum Berlin gekommen. Hier bin ich stellvertretende Leiterin der Kommunikationsabteilung und für die interne Kommunikation verantwortlich. Zudem bin ich seit vier Jahren im Tandem mit Ana Anselmo Diversity-Beauftragte des HZB. Wir kümmern uns darum, Vielfalt am HZB zu verankern und die gleichberechtige Teilhabe unserer Mitarbeitenden zu verbessern.
Was mögen Sie besonders an Ihrem Beruf?
(Ana) Meine Arbeit ist sehr vielseitig; so habe ich die Möglichkeit, an vielen interessanten Themen mit ebenso interessanten Menschen zu arbeiten. Ich schätze die Möglichkeit sehr, mit Menschen aus aller Welt und verschiedenen Berufsfeldern zusammenzuarbeiten.
(Silvia) Auch ich mag die Vielseitigkeit der Aufgaben und die interessanten Gespräche mit den Kolleg*innen. Wenn ich in ein neues Labor komme, staune ich immer und lerne viel Neues. Die internationale Atmosphäre am HZB ist etwas sehr besonders.
Meer oder Berge?
(Ana) Das Meer. Ich vermisse den Atlantik wirklich sehr.
(Silvia) Ich mag beides unheimlich gern. Wenn ich mich entscheiden muss: die Berge.
Als Ausgleich zur Arbeit verbringe ich meine Zeit …
(Ana) … mit Musik, Freund*innen, Büchern und gutem Essen.
(Silvia) … mit Tanzen, denn dabei kann ich richtig gut abschalten. Und mit meiner großartigen Familie.
Nach Sturz in einen Zaubertrank dürfen Sie sich eine Superheldinnen-Kraft wünschen – welche darf es sein?
(Ana) Ich würde mir die Superheldinnenkraft wünschen, bei anderen Menschen die Empathie hochschrauben zu können.
(Silvia) Die Superheldinnenkraft, den Hass mancher Menschen in Zuhören und Verständnis zu verwandeln.
Wenn Sie eine Maßnahme für die Förderung von Frauen umsetzen könnten – welche wäre das?
(Ana) Obligatorische Schulungen zum Thema unbewusste Vorurteile. Wir sind alle in einer von Vorurteilen geprägten Gesellschaft aufgewachsen und müssen uns regelmäßig daran erinnern. Wir müssen dieses Muster durchbrechen, um eine gerechtere, offenere und gleichberechtigtere Gesellschaft zu schaffen.
(Silvia) Führung im Tandem etablieren. Das kann Menschen, die in Care-Arbeit eingebunden sind, motivieren, Führungsverantwortung zu übernehmen. Davon profitieren Frauen, aber auch Väter, die eine gleichberechtigte Aufteilung von familiären und beruflichen Verpflichtungen anstreben. Dass Tandems super funktionieren und gewinnbringend sind, dafür sind Ana und ich ein lebendiges Beispiel.
Ich suche/biete …
(Ana) Suche: Von anderen und mit anderen lernen – zu allen Themen.
Biete: Meine ganz eigene Sichtweise, die sich aus meinem Lebensweg und meinen gesammelten Erfahrungen – sowohl beruflichen als auch privaten – herausgebildet hat und sich noch immer (hoffentlich für immer) weiterentwickelt.(Silvia) Suche: Austausch über Diversität und andere gesellschaftliche Themen, gerne auch kontroverse Diskussionen.
Biete: Interesse und Neugier auf andere Menschen und ihre Perspektiven.
Vielen Dank!
Die Fragen stellte Sanela Schlößer (LaNA)


