Deborah Kern
ist Doktorandin in der Sektion Experimentelle Charakterisierung am Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ).
Foto: privat
M. Sc. Deborah Kern
Berliner Eigengewächs oder hierher umgetopft?
Ich bin gebürtig aus Erfurt, aber bereits mit 7 Jahren mit meinen Eltern nach Berlin gezogen.
Was wollten Sie als Kind beruflich machen?
Künstlerin und Wissenschaftlerin.
Was machen Sie heute wirklich?
Nach meiner Ausbildung als Fotografin habe ich mich sofort selbstständig gemacht. Ich habe hauptsächlich eigene Ausstellungen und Projekte konzipiert und Fotoarbeiten für Magazine wie Die Zeit und Nido angefertigt. Nach einigen Jahren der Selbstständigkeit schlug ich einen neuen Weg ein.
Ich holte mein Abitur nach und studierte Chemie. Die Faszination für chemische Bindungen, Festkörper und die Fragen nach dem »Warum?« und dem »Was bedeutet das?« brachten mich ans Leibniz-Institut für Kristallzüchtung, wo ich aktuell im Rahmen einer Doktorarbeit am Wachstum und der Charakterisierung von halbleitenden Materialsystemen forsche.
Was mögen Sie besonders an Ihrem Beruf?
Jeder Tag ist spannend und die Arbeit ermöglicht mir, täglich etwas Neues zu lernen. Auch die Freiheit zu haben, selbstorganisiert an Projekten zu arbeiten, interessante Phänomene zu erforschen, neue Materialien zu entwickeln und sich mit anderen Expertinnen und Experten auszutauschen und von ihnen zu lernen, finde ich sehr erfüllend. Die Begeisterung für ihr jeweiliges Fachgebiet, die viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre gesamte Laufbahn über beibehalten, finde ich sehr inspirierend und erstrebenswert.
Meer oder Berge?
Definitiv das Meer! Ich bin begeisterte Taucherin und nehme dabei auch gern eine analoge Nikon-Kamera aus den 80er-Jahren mit.
Als Ausgleich zur Arbeit verbringe ich meine Zeit …
… bei Sport wie Fitness und Yoga, bei Treffen mit Freunden und bei der Pflege meines kleinen Balkons sowie meines Aquariums.
Nach Sturz in einen Zaubertrank dürfen Sie sich eine Superheldinnen-Kraft wünschen – welche darf es sein?
Eine Kraft, mit der ich unmittelbar für mehr Gerechtigkeit sorgen kann.
Wenn Sie eine Maßnahme für die Förderung von Frauen umsetzen könnten – welche wäre das?
Eine einzelne Maßnahme finde ich schwierig zu benennen. Wichtig wäre mir eine aktive Unterstützung durch alle Menschen jeglichen Geschlechts, die Frauen und Mädchen dabei hilft, das Selbstvertrauen und den Mut zu entwickeln, für sich einzustehen und den eigenen Talenten nachgehen zu dürfen. Zudem braucht es eine Umgebung, die das uneingeschränkt befürwortet und fördert – unabhängig von Familienstand und Familienplanung.
Ich suche/biete …
Ich suche und biete einen Austausch für neue Ideen sowie spannende Forschung und biete außerdem Raum für gemeinsames Philosophieren.
Vielen Dank!
Die Fragen stellte Sanela Schlößer (LaNA)


