Kristine Charles
ist Mitarbeiterin im IGAFA-Wissenschaftsbüro.
Foto: Christian Kielmann
Kristine Charles
Berliner Eigengewächs oder hierher umgetopft?
Berliner Eigengewächs! Dafür bin ich innerhalb Berlins so oft umgezogen, dass ich in fast jedem Bezirk ein paar Wurzeln geschlagen habe.
Was wollten Sie als Kind beruflich machen?
Mein erster Berufswunsch war Tierärztin, später wollte ich dann Medizin oder Psychologie studieren. Die Idee, dass ich dazu beitragen kann, dass Andere (Menschen, Tiere, alles Lebendige) sich besser fühlen, hat mich dabei immer angetrieben.
Was machen Sie heute wirklich?
Ich bin dann mit gleicher Motivation einen anderen Weg gegangen 😊, habe an der TU Berlin Biotechnologie studiert und meine Masterarbeit in einem Labor für Proteomics und Massenspektrometrie absolviert. In dieser Arbeit sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin habe ich die Interaktionen zwischen den Proteinen untersucht, die das menschliche und das bakterielle Ribosom bilden bzw. mit ihm funktionell verknüpft sind. Aus den Verbindungen entstanden dann Netzwerke, die Hinweise auf die Funktion der Proteine zulassen oder unbekannte Beziehungen aufklären. Aus verschiedenen Gründen habe ich mich dann entschieden, mich umzuorientieren, und bin nun seit Dezember 2025 Teil des IGAFA Wissenschaftsbüros.
Was mögen Sie besonders an Ihrem Beruf?
Besonders gefällt mir, dass kein Tag wie der andere ist. Es gibt immer etwas Neues zu tun und zu lernen, und ich komme in Kontakt mit vielen interessanten Menschen und Projekten.
Meer oder Berge?
Meer! Am besten Ostsee oder Mittelmeer mit der Sonne im Gesicht. 😊
Als Ausgleich zur Arbeit verbringe ich meine Zeit …
… mit Spielen aller Art! Brettspiele, Computerspiele sowie regelmäßige Treffen zu Pen-and-Paper-Rollenspielen wie DnD sind fester Bestandteil meiner Freizeit. Ich lese auch gerne, am liebsten Fantasy oder Science-Fiction, allerdings komme ich dazu in letzter Zeit eher selten.
Nach Sturz in einen Zaubertrank dürfen Sie sich eine Superheldinnen-Kraft wünschen – welche darf es sein?
Manipulation von Wahrscheinlichkeiten … eine Superkraft, die quasi alle anderen Superkräfte enthält.
Wenn Sie eine Maßnahme für die Förderung von Frauen umsetzen könnten – welche wäre das?
Für mich sind Sichtbarkeit (bzw. Sichtbarmachung) und strukturelle Unterstützung sehr wichtig, besonders im akademischen Umfeld und insbesondere in Phasen, in denen viel Care-Arbeit geleistet wird, wie Familienzeit oder Pflege von Angehörigen – also all die Aufgaben, die immer noch hauptsächlich von Frauen übernommen werden. Es bräuchte flexiblere Rahmenbedingungen, um wissenschaftliche Karrieren und familiäre Verantwortung vereinbar(er) zu machen.
Ich suche/biete …
Ich suche interessante neue Herausforderungen, Projekte, Lernmöglichkeiten, Kontakte.
Ich biete Neugier, die Fähigkeit, mich schnell in neue Themen einzuarbeiten, und wissenschaftliches Denken – und vor allem den Wunsch, etwas zu bewegen.
Vielen Dank!
Die Fragen stellte Sanela Schlößer (LaNA)


