Kira Funcke
ist Projektmanagerin für Innovationsprojekte im Bereich Klimaneutralität und KlimafolgenanpassungWISTA Management GmbH
Foto: privat
Kira Funcke
Berliner Eigengewächs oder hierher umgetopft?
Weder noch – eher gut angewachsen. Teile meiner Familie lebten in Berlin, und schon in meiner Kindheit war ich häufig hier. Ursprünglich aus dem Bergischen Land bzw. dem Rheinland kommend, habe ich in der direkten, ehrlichen – manchmal auch etwas schroffen – Berliner Kommunikation viel von der rheinischen Offenheit wiedergefunden.
Was wollten Sie als Kind beruflich machen?
Archäologin! Mich hat schon früh interessiert, was unter der Oberfläche verborgen liegt. Dieser Blick in die Tiefe ist geblieben – nur habe ich mich später der Geologie zugewandt, um zu verstehen, wie das System Erde funktioniert. Über das Georessourcenmanagement kam dann die nächste logische Frage hinzu: Wie können wir die Erde verantwortungsvoll nutzen, schützen und auch regenerieren.
Was machen Sie heute wirklich?
Heute arbeite ich im Team Innovation bei der WISTA Management im Bereich Klimaneutralität und Klimafolgenanpassung. Gemeinsam im Team entwickeln und begleiten wir konkrete Anpassungsmaßnahmen für mehr Klimaresilienz, arbeiten eng mit Forschungseinrichtungen an der Erprobung innovativer, praxisnaher Lösungen und übertragen wissenschaftliche Erkenntnisse in den realen Betrieb des Innovationsstandorts.
Was mögen Sie besonders an Ihrem Beruf?
Die Vielfalt! Es wird nie langweilig. Alte Probleme werden aus neuen Blickwinkeln betrachtet – und genau daraus entstehen oft gute Lösungen. Besonders motivierend ist für mich, dass meine Arbeit ganz konkret etwas für die Zukunft bewirken kann.
Meer oder Berge?
Beides gehört für mich zusammen: oben Weitblick, unten Bewegung.
Als Ausgleich zur Arbeit verbringe ich meine Zeit …
Wenn der Kopf frei werden soll, zieht es mich ins Grüne und wasserreiche Umland – am liebsten mit dem Fahrrad oder auf dem Wasser. Vieles erinnert mich dabei an meine Heimat, das Bergische Land. Energie schöpfe ich außerdem daraus, gemeinsam mit anderem Dinge auszuprobieren, Ideen weiterzudenken und Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen ganz praktisch anzugehen.
Nach Sturz in einen Zaubertrank dürfen Sie sich eine Superheldinnen-Kraft wünschen – welche darf es sein?
Abgesehen von Superkräften wie die Erderwärmung rückgängig zu machen oder zu einer friedlicheren, gerechteren Welt beizutragen, würde ich mir vor allem einen Blick in die Zukunft wünschen, um zu sehen, welche Lösungen wirklich funktionieren.
Wenn Sie eine Maßnahme für die Förderung von Frauen umsetzen könnten – welche wäre das?
Ich würde weniger an einzelnen Förderprogrammen schrauben, sondern stärker am System selbst. Gleichberechtigung bedeutet, Zeit, Verantwortung, Sichtbarkeit, Ressourcen, Care-Arbeit und Gestaltungsspielräume fair zu verteilen – also Chancen und Belastungen gemeinsam zu tragen. Wenn Arbeitsbedingungen so gestaltet sind, dass all das selbstverständlich mitgedacht und immer wieder neu verteilt wird, profitieren davon alle. Echte Gleichberechtigung ist dabei keine Aufgabe Einzelner, sondern eine gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung.
Ich suche/biete …
Wertschätzenden Austausch zu Klima- und Zukunftsthemen, unterschiedliche Perspektiven und Lust darauf, gemeinsam über Fachgrenzen hinaus weiterzudenken.
Vielen Dank!
Die Fragen stellte Sanela Schlößer (LaNA)


